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Die Begegnung mit der Schönheit

„Als junger Mensch kreuzte mein Weg die Schönheit.“ Dies ist der Anfang meines künstlerischen Weges, und es beschreibt am besten, was mich immer wieder inspiriert hat. Schönheit ist ein universelles Prinzip, das sich in Farben, Formen, Tönen und Wörtern manifestiert. Schon als Kind zog es mich magisch an – alles, was meine Augen, Ohren und meinen Geist berührte, speicherte sich tief in mir. Es war ein unbewusster Prozess, doch in seiner Klarheit begleitete er mich auf meinem Weg als Künstler.

Von Anfang an war Musik ein Teil dieser Inspiration. Schallplattencover faszinieren mich noch heute. Es waren die visuellen Eindrücke, die mit der Musik verknüpft waren, die eine besondere Kraft ausstrahlten. Als Jugendlicher prägten mich die großen Schallplatten des 20. Jahrhunderts – die kunstvollen Cover, die oft mehr als nur ein visuelles Design waren, sondern eine Geschichte erzählten, die mit den Klängen der Musik in Resonanz trat.

Die erste Begegnung mit Kunst war also nicht in einer Galerie oder in einem Atelier, sondern durch die Musikwelt. Schallplatten, die mich nicht nur musikalisch, sondern auch visuell ansprachen, ließen mich begreifen, wie untrennbar Kunst und Musik miteinander verbunden sind. Die Gestaltung von Album-Covern wurde für mich zur ersten Form der Auseinandersetzung mit Kunst und Design.

### Der Beginn der Reise – Vom Sammeln zum Schaffen

Im Laufe der Jahre entwickelte sich mein Interesse nicht nur für die Musik, sondern auch für die großen Künstler vergangener Epochen. Ihre Werke berührten mich tief und weckten den Wunsch, mehr über sie zu erfahren. Ich tauchte immer wieder in die verschiedenen Kunstströmungen und -epochen ein, um deren Ausdrucksweisen zu verstehen und zu fühlen. Ich wollte nicht nur die Kunst der Vergangenheit betrachten, sondern sie nachempfinden, die Techniken lernen, die Ausdruckskraft dieser Werke zu begreifen und auf meine eigene Weise zu interpretieren.

Der Weg von der Leidenschaft zum Beruf war nicht sofort klar. Zunächst sammelte ich Eindrücke, studierte, analysierte und experimentierte. Die Kunstgeschichte bot mir einen reichen Fundus von Ideen und Perspektiven, doch irgendwann reifte der Entschluss, selbst zu schaffen, nicht nur zu beobachten. Ich wollte eigene Bilder, eigene Formen erschaffen, die nicht nur ein Abbild der Welt sind, sondern meine Sicht auf sie reflektieren.

In dieser Phase entwickelte ich eine tiefe Verbundenheit zu den klassischen und modernen Kunstströmungen, von der Renaissance über den Expressionismus bis hin zur Pop Art und abstrakten Kunst. Diese Reisen in die Kunstgeschichte öffneten mir die Augen für die Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten und Techniken, die sich im Laufe der Zeit entwickelt hatten.

### Die Begegnung mit der Form – Entwurf und Design

Der nächste Schritt in meiner Entwicklung als Künstler führte mich in die Welt des Designs. Die Klarheit und Funktionalität, die gutes Design oft mit sich bringt, war eine weitere Facette der Schönheit, die mich ansprach. Als Designer suchte ich nach der perfekten Symbiose aus Ästhetik und Funktionalität. Der Entwurf von Möbeln, Postern, Logos und weiteren Designobjekten wurde zu einer weiteren künstlerischen Disziplin, in der ich meine Kreativität auslebte. Besonders die Werke der Bauhaus-Schule und die minimalistischen Ansätze des 20. Jahrhunderts beeinflussten mich in dieser Phase meines Schaffens.

Ich erlebte, wie sich Design und Kunst immer wieder gegenseitig befruchten können. Die Klarheit von Formen, die Reduktion auf das Wesentliche und die starke Wirkung von Farben und Linien wurden zu einem festen Bestandteil meiner Arbeit.

### Die eigene künstlerische Identität – Ein Leben im Einklang mit der Kunst

Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, dass Kunst nicht nur eine Technik ist, sondern vor allem eine Haltung. Sie spiegelt unsere Wahrnehmung der Welt wider, unsere Emotionen, unsere Gedanken und unsere Kultur. Meine Arbeit als Künstler und Designer wurde zunehmend von der Idee geleitet, nicht nur etwas „Schönes“ zu schaffen, sondern auch etwas, das eine tiefere Bedeutung trägt – sei es durch die Wahl von Materialien, durch Symbolik oder durch die Art und Weise, wie ein Werk wahrgenommen wird.

Es war ein langer und nicht immer geradliniger Weg, doch nach und nach entwickelte sich meine eigene künstlerische Identität. Ich begann, meine eigenen Themen und Fragen in die Arbeit einzubringen – Fragen über die Gesellschaft, über den Menschen, über die Schönheit in der Welt und über die Kluft zwischen Kunst und Alltagsrealität. Kunst wurde für mich zu einem Medium, das mich selbst und auch die Welt um mich herum besser verstehen ließ.

Heute betrachte ich mich nicht nur als Künstler, sondern auch als Design-Denker und Kulturvermittler. Es ist mir ein Anliegen, nicht nur Werke zu schaffen, die visuell ansprechen, sondern auch Werke, die zum Nachdenken anregen, die Emotionen wecken und die Menschen in einen Dialog miteinander bringen.

### Der Blick zurück – Ein kreativer Rückblick

Wenn ich heute auf meinen Werdegang zurückblicke, sehe ich eine Reise, die von der Begegnung mit der Schönheit – sei es in Form von Musik, Malerei oder Design – bestimmt war. Es war eine Reise, die nie abgeschlossen ist, da Kunst immer ein dynamischer Prozess bleibt. In jedem Werk, das ich erschaffe, steckt ein Stück meiner Geschichte, meiner Erfahrungen und meiner Suche nach Ausdruck und Bedeutung.

Ich habe die verschiedenen Disziplinen der Kunst und des Designs miteinander verbunden und dadurch einen einzigartigen künstlerischen Ansatz entwickelt. Meine Arbeiten sind ein Spiegel meiner Zeit, meiner Gedanken und meiner Visionen. Was mich heute als Künstler ausmacht, ist die ständige Auseinandersetzung mit der Welt und die Leidenschaft, immer wieder neue Perspektiven zu finden – sei es in Farben, Formen oder Tönen.

Die Schönheit, die mich einst verführte, begleitet mich noch immer auf jedem Schritt meines Weges, und sie wird auch in den kommenden Jahren nicht weniger faszinierend sein.

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